Lauftreff Kanonenbahn - Ergebnisse 1. KBL


Auswertung | Kanonenbahnlauf 14,3 km  | kl. Kanonenbahnlauf 5,6km | Olympialauf 2012m | Bilder | Läufer | Gesamtliste als pdf Download


Pressestimmen:
- Die Premiere beim Kanonenbahnlauf (aus MARKTPLATZ EICHSFELD)
- Kanonenbahnlauf: Schnell wachgerüttelt (TA-Mühlhausen)


Die Premiere beim Kanonenbahnlauf mit Start und Ziel in Lengenfeld/Stein stellte an die zahlreich angereiste Läuferschar äußerste Anforderungen. Nicht nur das sehr anspruchsvolle Streckenprofil verlangte von den Aktiven letzte Reserven zu mobilisieren, auch die zusätzliche Schwüle nach einem Gewitterguss lies die Schweißperlen sprießen. Der landschaftlich reizvolle Lauf führte die Aktiven über 14,3 km von Lengenfeld unterm Stein zum Hülfensberg, nach Geismar und zurück und war eingebettet in das erste Kanonenbahnfest.

Der Hauptlauf war dann auch eine klare Angelegenheit vom Hundeshagener Ralf Buckler, der mit der Konkurrenz und den äußeren Bedingungen am besten fertig wurde. Seine Siegerzeit betrug 57:33 min., womit der Aktive des LTV Obereichsfeld auch als einziger Läufer unter einer Stunde Laufzeit blieb. Auf Rang fünf und sechs erreichten Dirk Zimmermann aus Wiesenfeld (AC Apolda) sowie Heinz Schneider (LTV Obereichsfeld) das Ziel. Zimmermann belegte in der stark besetzten AK 35 mit 1:03:21 Std. den vierten Platz, Schneider hingegen gewann die AK 50 in 1:04:04 Std. Inge Becker vom LAC Eichsfeld wurde bei den Frauen lediglich von der Mühlhäuserin Claudia Bachmann bezwungen, erreichte aber in ihrer Altersklasse 40 in 1:15:35 Std. den Sieg vor Petra Arnold vom Rennsteiglaufverein in 1:21:20 Std. Winfried Vockrodt (Helmsdorf) belegte in der AK 50 den dritten Platz in 1:21:30 Std. Die AK 70 wurde erneut dominiert von Helmut Mühlhaus (LTV Obereichsfeld) in 1:30:15 Std., seine Vereinskameradin Barbara Schmidt war das Maß der Dinge in der AK 50 in 1:30:31 Std. Für Dr. Gertrud Schneider als Zweite in der AK 45 wurden 1:31:53 Std. gestoppt. Der Kallmeröder Thomas Gleitz belegte am Ende einen dritten Rang in der AK 30 in der Zeit von 1:31:58 Std.

Die Kurzstrecke von 5,6 Kilometer wurde vom Gernröder Helmut Weise klar dominiert. Der Altersklassenläufer vom LAC Eichsfeld war als Gesamtsieger in 21:56 min. beinahe eine Minute vor dem Zweitplatzierten, seinem Vereinskollegen Andreas Schäfer, im Ziel, der in 22:38 min. die AK 35 gewann. Werner Golembewski vom LTV Obereichsfeld siegte in der AK 45 in 25:03 min.

Manuela Braun (KV Heiligenstadt) musste nur der Mühlhäuserin Katja Dörre den Vortritt lassen, als Zweite im Gesamteinlauf gewann sie in 26:58 min. die AK 16. Weitere Altersklassenerste wurden Luisa Kunze aus Bernerode in der AK W 11 in 30:26 min., Elisabeth Preis aus Gernrode in der AK 20 in 33:14 min., Angelika Möller vom LTV Obereichsfeld in der AK 35 nach 34:38 min. Schnellster der AK 65 wurde Franz Otto aus Breitenholz in 37:33 min.

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Kanonenbahnlauf: Schnell wachgerüttelt

 Der Kanonenbahnlauf in Lengenfeld hat Perspektive. Denn schon zur Premiere fand er eine Resonanz, die selbst die Vorstellungen der kühnsten Optimisten überstieg und schon vor dem Start die ersten Herausforderungen lieferte.

Nicht nur die spätere Frauen-Schnellste über die lange Strecke schwitzte vor dem Start zum ersten Kanonenbahn-Lauf in Lengenfeld mächtig: Verdammt, in welcher Ecke vom Auto sind bloß die Laufschuhe? In keiner. Heim nach Mühlhausen und flugs wieder hinunter an die Frieda. Dort mussten die Organisatoren den Start um eine Viertelstunde verschieben. Der Andrang beim Nachmelden hatte alle überwältigt, derart sogar, dass die Textilstartnummern - schöne mit Erinnerungswert, wie es sie nur Anfang der 90er Jahre gab - nicht ausreichten. 150 wurden gebraucht, knapp 110 hatte uns Friedola gesponsert, hieß es von den Organisatoren vom Kanonenbahnverein. Aber auch diese Klippe wurde gemeistert, so dass es viel Lob gab von der Läuferschar.

Doch besonders die Starter des Hauptlaufes wurden auf den knapp 15 Kilometern vor einige Bewährungsproben gestellt. Diejenigen, die noch vor dem Start versuchten, sich zu beruhigen mit manch trügerischem Satz wie "Ach, ich kenne mich hier aus, das wird nicht so happig", wurden bald heftig wachgerüttelt. Was es da an zwei Stellen zu erklettern und vor allem wieder hinabzufliegen galt, das hatte Rennsteigniveau. Gut dran war, wer wie Markus Horn aus Kammerforst das Ganze gemächlich angehen ließ und locker ins Ziel an der ehemaligen Kanonenbahnstrecke kam.

Dass dies kein Lauf wie jeder andere war, spürte Markus Horn. Als es über das Viadukt ging, stieß er einen kleinen Freudenschrei aus. Die Siege im Hauptlauf über 15 Kilometer gingen nach Hundeshagen und nach Mühlhausen. Ralf Buckler lief von Beginn an ein einsames Rennen. Hinter ihm, lange mit Sichtkontakt, schob sich Thomas Enkardt nach knapp sechs Kilometern auf Rang zwei; Thomas Schneller und der einheimische Holger Barf aus Lengenfeld/Stein folgten. Bei den Frauen blieben die Ränge eins, für Claudia Bachmann, und drei, für Sabine Zienert aus Körner, mit Startnummer 1 ins Rennen gegangen, im Gastgeberkreis.

"Mensch, das ging ganz schön hoch und runter", sagte Katja Dörre eine Stunde nach ihrem Zieleinlauf über 5,6 Kilometer. Vater Jochen, er hatte gerade die 15 Kilometer bewältigt, nahm seine Jüngste in den Arm und gratulierte der Schweitzer-Gymnasiastin, die sich in der Region zur Seriensiegerin auf 5-Kilometer-Strecken mausert.

Dass man sich als kleiner Lauf immer etwas Besonderes einfallen lassen muss, um attraktiv zu sein, das haben die Lengenfelder schon jetzt begriffen: Nicht nur, indem sie den Lauf über das Viadukt führen, sondern auch in der Gestaltung des Zieleinlaufs - es ging unter einem stilisierten Viadukt hindurch - und ihrer Siegerpokale. Die waren zur Premiere aus Steingut und zeigten das Eichsfelder Wahrzeichen. Von Claudia BACHMANN



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